Schutz statt Schmutz: Wie wir das Müllproblem in den Griff bekommen und wie das Schreiben von Listen dabei hilft.

Acht Millionen Tonnen Müll landen jedes Jahr im Ozean. Durch den Abfall verfangen oder ersticken deshalb jährlich mehr als eine Million Meerestiere.

2050 soll laut Statistik mehr Plastikmüll im Meer schwimmen, als Fische.

Keine schönen Facts, sondern traurige Tatsache.

Und obwohl wir eindeutig Teil des Problems sind, sind wir zugleich auch

Teil der Lösung. Ein sogenannter Clean-Up, bei dem Müll in Gruppen

gesammelt wird, ist beispielsweise ein guter Anfang.

Im September wurde ich von Biotherm zu einem Clean-Up eingeladen. Als 20-köpfige Gruppen machten wir uns auf, um in den Donau-Auen in Hainburg Müll zu sammeln. In diesem Gebiet, welches zum mehr als 9.600 Hektar großen Nationalpark Donau-Auen gehört, wird durch die unterschiedlichsten Regionen sehr viel Abfall angespült. Woher dieser genau kommt, kann nicht eindeutig nachverfolgt werden. Fakt ist jedoch, dass sich im angeschwemmten Müll so ziemlich alles finden lässt: von Plastikflaschen und Autoreifen über Windeln bis hin zu Spritzen (teils mit Nadeln) ist alles dabei.

Clean for Green:

Bei einem Clean-up wird deswegen mit Handschuhen gearbeitet und der Müll auch je nach Art getrennt.

Er wird zuletzt sogar gesichtet und in Listen protokolliert. So wird festgestellt, worum es sich beim Müllfund genau handelt. Der kluge Grund dafür ist, unser Konsum- und Nutzerverhalten kritisch betrachten zu können. Diese Methode haben Surfer entwickelt, die auch den Clean-Up im Jahre 1990 ins Leben gerufen haben.

Die Surfrider Foundation Europe, die einst Surfer gegründet haben, hatte also die erste Idee für das Aufräumen und Beseitigen von Müll. Diese entstand, weil die Surfer bemerkten, dass sich sonst keiner um dieses Riesenproblem an den Stränden kümmerte. Heute ist die Organisiation weltweit tätig und arbeitet mit Marken wie Biotherm zusammen. Auch bei unserem Clean-up in den Donauauen in Hainburg sind zwei Damen der Surfrider Foundation Europe dabei und unterstützen uns tatkräftig mit all ihrem Wissen.

Die Zusammenarbeit mit Biotherm ist nicht überraschend, die Pflegemarke hat sich nämlich schon lange dem Schutz der Ozeane verschrieben und arbeitet mit vielen Umweltschutzorganisationen eng zusammen.

Die Produkte und Inhaltsstoffe der beliebten Marke sind zudem so formuliert, dass beispielsweise die Korallenriffe nicht angegriffen werden oder beim Einsatz von Plastik bereits recyclter PCR-Kunstoff (Post-Consumer-Recycled) eingesetzt wird.

Plastic - when renewed, it's fantastic:

Denn gerade Plastikmüll gehört zu den größten Problemen beim Abfall-Thema. Wenn man bedenkt, dass eine simple Wasserflasche erst nach 450 Jahren vollständig zersetzt wird, wird einem das Ausmaß erst richtig bewusst. Bei unserem Clean-Up sammelte unsere Gruppe 185 Plastikflaschen in nur einer Stunde!

Neuen Plastikmüll zu vermeiden und auf Mehrweg-Möglichkeiten zurückzugreifen, ist daher das A und O im Umweltschutz.

So vermeidest du Müll:

Die erste Möglichkeit fängt schon morgens an: Statt der Wasserflasche vom Supermarkt schon morgens die eigene Flasche mitnehmen und befüllen. Beim Coffe-to-go genau so: ein schöner Mehrweg-Becher, den heutzutage fast alle Shops mit herrlichem Kaffee befüllen, ist die beste Alternative zum Wegwerf-Plastikbecher. Wenn man hingegen das Badezimmer bzw. die Beauty-Gewohnheiten betrachtet, ist auch hier „neuer“ Müll vermeidbar: Nachfüll-Packungen (Refills) von Pflegeprodukten zB. reduzieren neue Plastikflaschen.

Mit Parfum-Refills (zb. von Thierry Mugler) wird Glas eingespart und Feuchttücher sind nicht nur eine Katastrophe für die Umwelt, sondern auch für deine Haut.

Wattestäbchen gehören zu den schlimmsten Abfällen, weil sie sehr schwer abbaubar und zudem auch sehr gefährlich für die Tiere sind. Auch hier gibt es viele plastikfreie Alternativen. Was Wattepads und Binden angeht, machen wiederverwendbare Produkte Sinn: sanfte Reinigungspads, die das Make-up komplett abnehmen und hunderte Mal wasch-und wiederverwendbar sind und nachhaltige Periodenunterwäsche die sicher sind – für dich & die Umwelt. Schlussendlich kann auch unser Konsumverhalten das Müllproblem verändern: Wenn wir keine einzeln verpackten Produkte mehr kaufen, Unternehmen Feedback über ihre Verpackungen geben, Nachfüll-Läden unterstützen, Reparieren statt wegschmeißen, auf Plastikverpackungen- und Tüten verzichten, Akkus statt Batterien verwenden usw, sind Veränderungen möglich!

Lust auf ein Clean-Up?

Wenn du jetzt nicht nur zuhause Müll sparen möchtest, sondern auch Lust bekommen hast, beim Aufräumen in der Natur mitzumachen, kannst du dich über die Webseite donauauen.at anmelden. Die Clean-Ups sind auch eine super Idee für Firmen- oder Freundegruppen – sie werden bereits ab 10 Personen organisiert und durchgeführt.

Nach dem heutigen Tag und den erschreckenden Abfallentdeckungen hat es bei mir deutlich „klick“ gemacht. Ich hoffe, ich konnte auch dir einen Impuls für weniger Müll und mehr Natur weitergeben. Denn wie Hemingway schon sagte: The Earth is a fine place and worth fighting for.

Ergebnis des Clean-Ups in Hainburg nach nur einer Stunde: 185 Plastikflaschen,
und Müll jeglicher Art.

Alltagsprodukte wie Verpackungen, Kosmetik-Umverpackungen und Autoreifen gehören zu den schlimmsten Umweltfeinden.

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